Der geschichtliche und kulturelle Hintergrund unseres Hauses

Von geradezu klassizistischer Schlichtheit geprägt ist das für Peter Gieck 1835 erbaute freistehende zweigeschossige Biedermeierhaus durch seine Blockhaftigkeit, die zur Straßenseite zwischen jeweils zwei Fensterachsen ein dreiachsiger Risalit mit erdgeschossigem, von Pilastern rhytmisiertem Vorbau mit Altane auflockert. Die Dachtraufe umzieht ein Zahnschnitt. Das im Zuge eines Ausbaus des flachen Wohndachs vor 1892 aufgesetzte Zwerchhaus über dem Risalit setzt, flankiert von zurücktretenden Schleppgauben (1919), einen Akzent.Der Dacherker auf der Rückseite mit zwei Schleppgauben entstand 1918, zugleich mit der Anlage eines Kellers neben dem Haus; im Jahr darauf erfolgte die Unterkellerung des Wohnhauses. Im Zuge der Erneuerung des Fassadenputzes 1963 scheint das auf Plänen von 1892 und 1903 erkennbare Profilgesims zwischen Erd- und Obergeschoss abgeschlagen worden zu sein. Fassaden und Dachsanierung erfolgten 1996/97.

Die Innenausstattung bewahrte zahlreiche historische Details wie das Treppenhaus mit seiner Vertäfelung, den Treppengeländern und- pfosten, Wohnungstüren mit Oberlichtern, Gangfenstern mit Altverglasung oder Zimmertüren mit Ädikulaaufbau.

(Dieser Text ist in dem Buch „Stadt Coburg“ aus der Reihe „Denkmäler in Bayern“ von Peter Morsbach und Otto Titz, S. 165. zu finden; das Buch liegt in unserem Hotel für Interessierte aus.)